Hessens Wälder schützen und entwickeln

Wald

Hessen ist Waldland. Unsere Wälder sind Lebensraum für unzählige Arten, speichern Wasser und Kohlenstoff und bieten uns Erholung und Abkühlung. Gleichzeitig verändern Klimakrise und intensive Nutzung viele Waldökosysteme. Wir setzen uns dafür ein, Hessens Wälder naturnäher, vielfältiger und widerstandsfähiger zu entwickeln.
Bewaldete Hügel mit tief hängenden Wolken
Bewaldete Hügel mit tief hängenden Wolken© Foto: Manfred Delpho

Reichtum verpflichtet

Hessen gehört zu den waldreichsten Bundesländern Deutschlands. Ohne den Einfluss des Menschen wäre fast das gesamte Land von Wald bedeckt, vor allem von Laubwäldern mit einem hohen Anteil an Buchen.

Dieser Waldreichtum ist eine besondere Verantwortung. Denn Wälder sind weit mehr als Holzlieferanten: Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere, Pflanzen und Pilze, speichern Wasser und Kohlenstoff, schützen Böden und schaffen Orte für Erholung und Naturerleben.

Gleichzeitig sind viele Wälder heute stark durch menschliche Nutzung geprägt. Um ihre Vielfalt und ihre natürlichen Funktionen langfristig zu erhalten, braucht es deshalb beides: Wälder, die naturnah bewirtschaftet werden, und Flächen, auf denen sich die Natur ganz ohne forstwirtschaftliche Nutzung entwickeln darf.

Wald ist nicht gleich Wald

Wald kann sehr unterschiedlich aussehen und funktionieren. Entscheidend ist nicht nur, welche Bäume dort wachsen, sondern auch, wie stark der Mensch eingreift und welche natürlichen Prozesse zugelassen werden.

Was einen lebendigen Wald ausmacht

 

Ein lebendiger Wald ist vielfältig aufgebaut. Alte und junge Bäume, Totholz, natürliche Verjüngung und unterschiedliche Baumarten schaffen Lebensräume für zahlreiche Tiere, Pflanzen und Pilze.

Genauso wichtig sind intakte Waldböden und ein funktionierender Wasserhaushalt. Wo natürliche Prozesse wie Altern, Zerfall, Sturmwurf und Wiederbewuchs Raum bekommen, kann sich Wald langfristig vielfältig und widerstandsfähig entwickeln.

Was Hessens Wälder jetzt brauchen

Luftbild von bewaldeten Hügeln in denen die Wolken hängen.

Wälder sich selbst entwickeln lassen

Naturwälder und Wildnisgebiete

In Naturwäldern darf Wald wieder Wald sein: Bäume werden alt, sterben ab und bleiben als Totholz erhalten. So entstehen vielfältige Lebensräume für Tiere, Pflanzen und Pilze. Auf großen zusammenhängenden Flächen kann sich daraus echte Wildnis entwickeln.

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Waldaufnahme mit vielen Jungbäumen unter älteren Bäumen

Hessische Wälder widerstandsfähiger machen

Wald im Klimawandel

Hitze, Trockenheit und Extremwetter setzen Hessens Wäldern zunehmend zu. Damit sie auch in Zukunft Lebensraum, Wasserspeicher und Klimaschützer bleiben, müssen wir ihre natürliche Widerstandskraft stärken und Waldentwicklung langfristig denken.

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Wofür wir uns einsetzen

Wir wollen Wälder, die ihre natürlichen Funktionen langfristig erfüllen können. Dafür braucht es mehr natürliche Entwicklung, eine naturverträgliche Bewirtschaftung und ausreichend Raum für alte Bäume, Totholz und vielfältige Waldstrukturen.

Gleichzeitig müssen Waldböden und Wasserhaushalt besser geschützt und Wälder widerstandsfähiger gegen die Folgen der Klimakrise werden. Besonders wichtig ist uns, dass große Naturwälder dauerhaft gesichert werden und auch im bewirtschafteten Wald Artenvielfalt und ökologische Funktionen stärker berücksichtigt werden.

Fragen rund um Hessens Wälder?

Du möchtest mehr über Waldschutz, Naturwälder, naturnahe Bewirtschaftung oder die Folgen der Klimakrise für unsere Wälder erfahren?

Ein portrait von Mark Harthun, Geschäftsführer Naturschutz und Waldexperte beim NABU Hessen.
Mark Harthun
Geschäftsführer Naturschutz
Ein Portrait von Vorstandsmitglied und Waldexpertin des NABU Hessen Andrea Pfäfflin.
Andrea Pfäfflin
Beisitzerin

Erfahre mehr über andere Lebensräume in Hessen

Luftbild eines renaturierten Fließgewaessers

Lebensräume voller Dynamik

Gewässer

Bäche, Flüsse, Seen und ihre Auen sind wertvolle Lebensräume und prägen unsere Landschaft. Intakte Gewässer bieten zahlreichen Arten ein Zuhause, halten Wasser in der Landschaft und brauchen vor allem eines: genügend Raum für natürliche Entwicklung.

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Nahaufnahme eines Apfels an einem Streuobst-Apfelbaum

Von Äpfeln, Arten und Engagement

Streuobstwiesen

Streuobstwiesen sind ein fester Bestandteil der hessischen Kulturlandschaft. Zwischen alten Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäumen finden zahlreiche Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum.

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