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Obstsortenparadies Bad Nauheim

Streuobstwiesenparadies mit alten und lokalen Obstsorten

Obstsortenparadies: 80 hochstämmige Obstbäume sind auf der Streuobstwiese „Erbe“ mit Sortenschilder versehen. Kommen, sehen und entdecken von alten und lokalen Obstsorten. Die Obstwiese bietet außerdem einen vielfältiger Lebensraum für Insekten und Vögel.


  • Streuobstwiese Erbe Auszeichnung - Foto: Mirko Franz

  • Blühende Streuobstwiesenfläche - Foto: Mirko Franz

  • Blick auf die Streuobstwiese "Erbe" - Foto: Mirko Franz

  • Menschen sitzen auf Bierzeltbänken, auf Tischen sind verschiedene alte Obstsortenfrüchte aufgestellt und beschriftet

    Ausstellung verschiedenen Obstsorten am Erlebnispunkt - Foto: Mirko Franz

  • ein Mensch scant einen QR Code der sich auf einem Sortenschild befindet, welches an einem Obstbaum befestigt ist

    Obstbäume mit Sortenschildern inkl. QR Code - Foto:Mirko Franz

  • Blühende Streuobstwiesenfläche - Foto: Mirko Franz

  • Vogelart Grünspecht

    Grünspecht - Foto: Mirko Franz

  • Vogelart Gartenrotschwanz

    Gartenrotschwanz - Foto: Mirko Franz

  • Vogelart Neuntöter

    Neuntöter - Foto:Mirko Franz

  • Schmetterlingsart Schachbrettfalter

    Schachbrettfalter - Foto: Mirko Franz

Der NABU Bad Nauheim betreut seit über 30 Jahren zwei knapp vier Hektar große Streuobstwiesen mit dem Ziel, den Lebensraum Streuobstwiese und die Obstsortenvielfalt zu erhalten. Auf den Streuobstwiesen „Am Steinweg“ und „Erbe“ stehen insgesamt 450 hochstämmige Obstbäume aller heimischen Obstarten: Äpfel, Birnen, Süß- und Sauerkirschen, Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen, Reineclauden, Quitten, Walnüsse und Wildobst wie Speierling und Elsbeere. Die NABU-Gruppe betreut über 180 verschiedene Obstsorten, darunter allein über 120 Apfelsorten, wie z.B. die Lokalmatadore 'Friedberger Bohnapfel', 'Dorheimer Streifling', 'Gacksapfel' und 'Weilburger'. Durch die gute fachliche Pflege ist der komplette Bestand trotz eines hohen Befallsdrucks aus der Umgebung mistelfrei. Mittlerweile sind drei Viertel der Obstbäume nachgepflanzte Jungbäume, die teilweise bereits die Hauptertragsphase erreicht haben. Was diese Streuobstwiesen zusätzlich besonders macht: Hier wurden von Anbeginn als Ersatz für abgängige Altbäume und in Bestandslücken Jungbäume alter und erhaltenswerter Obstsorten nachgepflanzt. Gemäß dem Motto „Erhalten durch Nutzen“ wird das Obst der Streuobstwiesen alljährlich geerntet und zu den verschiedensten Produkten verarbeitet.  

Auf unseren Streuobstwiesen brüten mehrere Paare des Gartenrotschwanzes. Grauschnäpper und Grünspecht sind hier zuhause. Der Mittelspecht und seit einigen Jahren wieder der Grauspecht sind hier tägliche Gäste und leben im Übergangsbereich zum angrenzen Wald. Auch der Neuntöter konnte wiederholt bei der Nahrungssuche beobachtet werden und hat zwischenzeitlich schon auf unseren Streuobst-Pflegeflächen gebrütet. Zur Erhöhung der ökologischen Vielfalt wurden auf den Streuobstwiesen Reisighaufen, Totholzstapel und Lesesteinhaufen als Unterschlupf für Reptilien, Kleinsäuger und Vögel angelegt. Zusätzlich zu den in den Altbäumen zahlreich vorhandenen natürlichen Baumhöhlen wurden Nistkästen für Vögel und Insekten aufgehängt. Deren Bewohner übernehmen den biologischen Pflanzenschutz auf den Streuobstwiesen, indem sie und ihr Nachwuchs sich von Blattläusen und anderen Obstbaumschädlingen ernähren und diese in großer Zahl vertilgen. Die Nistkästen werden regelmäßig kontrolliert, gereinigt und bei Bedarf ersetzt. 

In der Nieder-Mörler Gemarkung „Erbe“ pflegt der NABU Bad Nauheim eine Streuobstwiese. Mittlerweile sind fast alle der rund 80 hochstämmigen Obstbäume Jungbäume, die in den letzten dreißig Jahren von den Aktiven des NABU Bad Nauheim als Ersatz für abgängige Altbäume und in Bestandslücken gepflanzt worden sind. Auch hier wurde bei der Sortenauswahl besonderen Wert auf alte bewährte Sorten gelegt, darunter mehrere erhaltenswerte Lokalsorten, die auch schon „Hessische Lokalsorte des Jahres“ waren, so z.B. der Heuchelheimer Schneeapfel, der Dorheimer Streifling oder der Weilburger. Die Wiese wird von einem ortsansässigen Landwirt zwei Mal im Jahr gemäht.  


Besucherhighlights

  • 80 hochstämmige Obstbäume mit Sortenschildern 
  • Grünspecht und Mittelspecht
  • Gartenrotschwanz und Neuntöter
  • Insektenvielfalt: z.B. Schachbrettfalter

Weitere Informationen

Adresse: Frauenwaldstrasse 10, 61231 Bad Nauheim 

Anreise: PKW Routenplanung 

Ein Parkplatz befindet sich an der Frauenwaldschule, von dort überquert man die Brücke über die Usa, biegt in den breiten Weg vor der Skater-Anlage nach rechts und erreicht nach 100m die vom NABU Bad Nauheim betreute Streuobstwiese. Koordinaten: 50°22'43.3"N 8°43'16.5"E 

Neben der Sporthalle, direkt gegenüber der Schule gelegen, befindet sich ein geologischer Lehrgarten: Geologischer Lehrgarten 

Homepage: Streuobstwiesen – NABU Bad Nauheim 


ansprechpartner

Andreas Sievernich - Foto: Martin Runkel
Andreas Sievernich
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Führung über blumenreiche Wiesen - Foto: Frank Uwe Pfuhl

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