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Vorlesen

Bedrohte Jäger der Nacht

Wenn es über den Stiftungsflächen dunkel wird – gemeinsam Hessens Fledermäuse schützen

Viele Fledermausarten sind heute gefährdet: Ihre Quartiere schwinden, ihre Nahrung wird knapp und ihre Lebensräume werden zerschnitten. Auf unseren Naturflächen schaffen wir sichere Rückzugsorte und entwickeln vielfältige Lebensräume für Fledermäuse.

Eine Wasserfledermaus jagt im flachen Gleitflug über Wasserflächen nach Insekten. - Foto: Ronny Schuster/NABU-naturgucker.de

Eine Wasserfledermaus jagt im flachen Gleitflug über Wasserflächen nach Insekten. - Foto: Ronny Schuster/NABU-naturgucker.de

Direkt mit Ihrer Spende helfen!


Ein ehemaliger Steinbruch wird zum Fledermausrevier

Versteckt im Wald liegt der ehemalige Steinbruch "Schwarzer Acker". Hier bilden Waldwiesen, blütenreiche Magerrasen, naturnahe Laubwälder, Kleingewässer und der große Flachwassertümpel vor der Steilwand ein wertvolles Mosaik. Die Wiesen werden extensiv gepflegt und locken zahlreiche Insekten an, die notwendige Nahrung für Fledermäuse sind.

Im Wald werden alte und abgestorbene Bäume bewusst stehengelassen. Auch die Reste der früheren Steinbruchgebäude, darunter ein altes Trafohäuschen, bleiben erhalten. Denn in Baumhöhlen, Mauerspalten und Gebäuderesten finden Fledermäuse Unterschlupf und sichere Verstecke, auch für ihre Jungenaufzucht in den sogenannten Wochenstuben.



  • Blick auf den großen Flachwassertümpel, rechts der Steilhang mit Hangrutschung. Im Hintergrund Wald, im Vordergrund Wiese.

    Rund um den großen Flachwassertümpel schwirren zahlreiche Insekten. - Foto: NABU/Nico Flügel

  • Blick auf einen kleinen Tümpel, umgeben von Wiese, auf der rechten Seite ist ein graues, ehemaliges Trafohäuschen zu sehen.

    Der kleine Tümpel in direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Trafohäuschen, in dem heute Fledermäuse Unterschlupf finden. - Foto: NABU/Nico Flügel

  • Blick auf den kleinen Tümpel, umgeben von Wiese, dahinter Wald.

    Kleingewässer, umgeben von Wiesen und Wald, sind ideale Jagdgebiete. - Foto: NABU/Nico Flügel

  • Blick auf in den lichten Laubwald. Sonnenflecke auf dem Waldboden zeigen den Lichteinfall.

    Im Wald werden alte und abgestorbene Bäume bewusst stehengelassen. Denn hohle Bäume werden zum Beispiel von der Wasserfledermaus für ihre Wochenstuben genutzt. - Foto: NABU/Anna Delius


  • Nahaufnahme einer Fledermaus, dem Großen Mausohr.
  • Nahaufnahme einer Mopsfledermaus, die auf einem Ast liegt.

Um zu prüfen, ob sich die Pflege des Gebietes mit allen Maßnahmen positiv auf die Fledermäuse auswirkt, installierte die Stiftung an zwei Punkten im "Schwarzen Acker" Fledermausrekorder zur Aufzeichnung der Ultraschallrufe der Tiere. Die Ergebnisse zeigen, wie wertvoll dieses besondere Schutzgebiet ist:

Neben den häufigeren Zwergfledermäusen kommen hier auch Großes Mausohr, Wasserfledermaus und die in Hessen stark gefährdete Mopsfledermaus vor.


Lebensräume sichern – Fledermäuse schützen

Auch in anderen Schutzgebieten der Stiftung finden die nächtlichen Jäger wertvolle Lebensräume:

Im Vogelsberg zwischen Klesberg und Hintersteinau verbinden sich Wald, Weiher und Offenland zu einem vielfältigen Jagdgebiet. Auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen "Weinberg Wetzlar" und "Hute am Seilerberg" locken bunte Wiesen, der Kot der weidenden Schafe und viele Kleingewässer Insekten an. Zudem bietet das strukturreiche Offenland den sich mit Ultraschall orientierenden Fledermäusen ideale Flugrouten entlang von Hecken, Waldrändern, Bachläufen und Baumreihen. Die ehemalige Bunker bieten vielen Fledermäusen ideale Winterquartiere. Damit sie dort ungestört überwintern können, sind die Eingänge für Menschen verschlossen. Denn jede Störung während des Winterschlafs kostet die Fledermäuse wertvolle Energiereserven und kann ihr Überleben gefährden. Spezielle Einflugöffnungen ermöglichen den Tieren jedoch weiterhin den Zugang und im Inneren bieten spezielle Fledermaussteine schmale Spalten, in denen sich die Tiere festklammern und den Winter geschützt verbringen können.

Auch an vielen anderen Orten in Hessen sorgen wir durch naturnahe Bewirtschaftung und Beweidung für Artenvielfalt und arbeiten an der Vernetzung des Offenlands.



  • Blick auf den vergitterten Eingang eines ehemaligen Stollens, der nun als Winterquartier für Fledermäuse dient.
  • Das Bild zeigt eine Luftbildaufnahme vom Seilerberg. Am Boden grüne Flächen und Bäume.

Damit die Nacht lebendig bleibt

Viele Fledermausarten sind selten geworden und benötigen unsere Hilfe. Sie brauchen Orte zum Jagen, reichlich Nahrung und sichere Rückzugsorte. Diese schafft die NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe auf ihren Flächen – damit auch kommende Generationen den nächtlichen Ausflug dieser faszinierenden Tiere beobachten können.


So können Sie helfen:

Blick über eine blühende Kalkmagerrasenfläche.

Mit einer Spende von 23 € helfen Sie uns blütenreiche Wiesen als Nahrungsquellen zu erhalten.

23 € spenden
Eine Fledermaus der Art Braunes Langohr hält in der Höhlung eines Fledermaussteins Winterschlaf.

Mit einer Spende von 45 € schenken Sie Fledermäusen ein sicheres Winterquartier.

45 € spenden
Eine Zwergfledermaus fliegt aus einer Baumhöhle aus.

Mit einer Spende von 125 € ermöglichen Sie uns, weitere Jagd- und Nahrungsgebiete für Fledermäuse anzukaufen.

125 € spenden

Alle Informationen zur sicheren Datenverarbeitung finden Sie in unserem Datenschutzhinweis.


Sie können natürlich auch einen Betrag direkt auf unser Spendenkonto überweisen:

Wenn Ihnen dieses Projekt gefällt und Sie die Arbeit der Stiftung unterstützen möchten, können Sie dies gerne mit einer Spende mit dem Verwendungszweck “Spende-Fledermausschutz“ auf unser Spendenkonto tun.

NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe
Sparkasse Wetzlar
IBAN DE78 5155 0035 0002 0443 60

Bei Angabe Ihrer Adresse erhalten Sie automatisch eine Spendenbescheinigung. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar.


Wie funktioniert eigentlich... ein Fledermausrekorder (Batcorder)?

Eine Graphik, die in Waben zeigt wie Ultraschallrufe von Fledermäusen mittels eines Mikrofons aufgenommen werden, am PC ausgewertet werden und die Daten dann zu verbessertem Schutz beitragen

Grafik: NABU Hessen

Fledermäuse orientieren sich mit Ultraschall. Das sind sehr hohe Töne, die für uns Menschen nicht hörbar sind. Sie senden diese Rufe aus und erkennen an den zurückgeworfenen Schallwellen ihre Umgebung, Beute und Hindernisse. Ein Fledermausrekorder zeichnet diese Ultraschallrufe auf. Da jede Fledermausart etwas anders ruft, können Fachleute anhand der Aufnahmen erkennen, welche Arten in einem Gebiet unterwegs sind. Daraus können wir ableiten, welche Lebensräume besonders wichtig sind, und gezielte Maßnahmen zu deren Schutz und Aufwertung umsetzen.


MEHR INFO ZU FLEDERMÄUSEN IN HESSEN

Graues Langohr - Foto: Dietmar Nill

Fledermäuse

Faszinierende Langschläfer

Die in Hessen vorkommenden 21 Fledermausarten sind alle gefährdet und stehen auf der Roten Liste. Sie haben hohe Ansprüche an ihren Lebensraum und kaum natürliche Feinde. Nahrungsmangel durch Pestizideinsatz und Quartierverluste machen ihnen zu schaffen. Mehr →

FRAGEN ZUR SPENDE?

Salome Beiten - Foto: NABU/Kathrin Kaltwaßer
Salome Beiten
Fundraising und Spenderbetreuung E-Mail schreiben +49 6441-67904-13

KONTAKT zur Stiftung

Sechs Frauen und ein Mann, alle in NABU-Kleidung, schauen in die Kamera. Im Hintergrund sind Bäume und Büsche zu sehen.

Kontaktieren Sie uns

Das Stiftungsteam in Wetzlar beantwortet gerne Ihre Fragen zur NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe.

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AkTUELLE SPENDENPROJEKTE

Lange kontrastreiche Flügel, ein tief gegabelter rostroter Schwanz und die elegante Flugweise sind die Markenzeichen des Rotmilans - Foto: Dieter Bark

Ihre Spende für Hessens Natur

In zahlreichen Projekten setzt sich unsere Stiftung für mehr Natur- und Umweltschutz ein. Unterstützen Sie uns mit ihrer Spende!

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Adresse & Kontakt

NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe
Friedenstraße 26
35578 Wetzlar

Telefon 06441.67904-0 | Fax -29
stiftung@nabu-hessen.de

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