Hessen.NABU.de Projekte Vogelsbergteiche Monitoring
Ehrenamtliches Projekt zum Monitoring
Ehrenamtliches Projekt zum Monitoring
Experten der Landesarbeitsgemeinschaften des NABU Hessen untersuchen Flora und Fauna
Voraussetzung, um den ökologischen Zustand der Vogelsbergteiche nach Übernahme durch den NABU Ende 2003 richtig einzuschätzen und die Erfolge unserer anlaufenden Renaturierungs-Maßnahmen zukünftig einzuordnen, ist eine Aufnahme des "Ist-Zustandes" zu Beginn.
Fachübergreifende Zusammenarbeit: Ornithologe Reinhard Eckstein, Entomologe Rolf Angersbach und Botanikerin Kerstin Bär
Um diese Grundlage zu erarbeiten, investieren die Landesarbeitsgemeinschaften Naturentwicklung und Biodiversität, Ornithologie sowie Entomologie im NABU Hessen viel Zeit und aufwendige Kleinarbeit. Über 20 hessische Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen beteiligen sich bisher an dem ehrenamtlichen Monitoring-Projekt.
Ein herzliches Dankeschön für ihre engagierte Mitarbeit!
"Hot Spot" der Artenvielfalt
Bereits Ergebnisse für Vogelwelt, Schmetterlinge, Libellen und Schwebfliegen
Erfreuliche Früchte brachte das NABU-Monitoring-Projekt bereits in seinem bisherigen ersten Abschnitt 2003 und 2004:
Highlight: die Schwarhalstaucher brüteten wieder erfolgreich
Mit 105 Rast- und Brutvogelarten am Ober-Mooser Teich in nur zwei Jahren wurde ältere Bestandserhebungen noch übertroffen. Erneut hat sich damit die herausragende Bedeutung des Teichgebiets bestätigt. Besondere Highlights für die Ornithologen: Die erfolgreiche Brut des Schwarzhalstauchers und 3 Brutpaare der sehr seltenen Tüpfelralle!
Beim Tag der Artenvielfalt
Die NABU-Schmetterlingskundler freuten sich über den Nachweis des Randring-Perlmutterfalters, einem seltenen Relikt aus der letzten Eiszeit.
In den Jahren 2003 und 2004 konnten insgesamt 232 Arten aus vier untersuchten Tiergruppen nachgewiesen werden. Dazu zählen 62 Rote-Liste-Tierarten. Die Zwischenergebnisse des NABU-Monitoring-Projektes werden im nächsten Jahrbuch für Naturschutz in Hessen veröffentlicht. Voraussichtlicher Erscheinungs-Termin: Oktober 2005.
Teichfische unter die Lupe genommen
NABU führt mit hessischen Fischerei-Biologen Bestandsaufnahme an den Vogelsbergteichen durch
Elektrobefischung an den Vogelsbergteichen
Mit einer Elektro-Befischung des Ober-Mooser und des Reichloser Teiches haben Fischerei-Experten die ökologische Bestandsaufnahme der Vogelsbergteiche durch den NABU Hessen fortgesetzt. Die Teiche der "Vogelsberger Seenplatte" zeichnen sich durch besonderen Artenreichtum aus und gelten als wichtiges Vogelbrut- und Rastgebiet.
Auch grosse Hechte fangen ganz klein an ...
Weniger die Menge an Fischen interessierte dieses Mal die Biologen, sondern vielmehr, welche Arten im Ökosystem noch fehlen und künftig besetzt werden sollen. Da beide Teiche europaweit unter Schutz stehen, ist es das Ziel des NABU, sie naturschutzgerecht zu bewirtschaften und den Artenreichtum nicht nur über Wasser, sondern auch unter der Wasseroberfläche zu fördern.
Nasse Helden
Trotz Regen bester Laune, denn Regenwetter ist bestes "Anglerwetter": Hermann Poth, Walter Fricke, Herold Kraich, Dr. Egbert Korte, Hans-Jürgen Klein, Reinhard Eckstein, Dr. Matthias Kuprian, Diplomand Florian Voigt und Randolf Manderbach (von links nach rechts, Foto: S. Winkel).
Mit der Bestandsaufnahme der Fischfauna wird das von der EU geforderte Monitoring für die europaweit bedeutsamen NATURA 2000-Gebiete im Vogelsberg fortgesetzt. Die Ergebnisse fließen in den Managementplan für die EU-Schutzgebiete ein.
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