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Naturschauspiel der besonderen Art

Rufende Laubfrösche

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Von Ende April bis Mitte Juni schallt es "äpp-äpp-äpp" während der Paarungszeit durch die Abendluft. Obwohl nur 3,5 bis 5 Zentimeter groß und durchschnittlich 4 bis 8 Gramm schwer, rufen Laubfrösche mit Hilfe ihrer Schallblase mit über 85 Dezibel Schalldruck.

Königreiche erleben

Auf ins Abenteuer Laubfrosch

Laubfrosch in der Schwimmkaute bei Mehlen

Die jährliche Laichzeit findet von Mitte April bis Anfang Juni statt. Orientiert an den lauten Rufen der früher eintreffenden männlichen Tiere, wandern die aus den Winterquartieren kommenden Weibchen die Laichbiotope an.
Große Laubfroschchöre versprechen dabei besonders attraktive Reproduktionsbedingungen, testeten diese doch bereits das Milieu des Gewässers. Die walnussgroßen Laichballen werden bei der Paarung an krautige Wasserpflanzen geklebt. Die nach wenigen Tagen aus den 150-300 Eiern schlüpfenden Kaulquappen verbringen 65 bis 80 Tage bis zu ihrer Metamorphose zum schwanzlosen und mit Lungen atmenden Jungfrosch im Gewässer. In dieser Zeit sind sie trotz ihrer großen Schnelligkeit stark gefährdet. Für Wasserkäfer und Libellen sind sie eine begehrte Beute, doch vor allem Fische können den Nachwuchs eines Laichbiotops vollständig auslöschen. Oft auch in deckungsarmem Wasserraum schwimmend und nicht mit einem schlecht schmeckenden Sekret ausgestattet, sind sie in ihrer Ökologie an natürlicherweise fischfreie Gewässer der Flussauen und Weidelandschaften angepasst. Ein flacher Altarm oder Tümpel, der im Spätsommer austrocknet oder im Winter vollständig durchfriert und daher schlechtere Überlebensbedingungen für die Feinde der Laubfroschkaulquappen bietet, ist daher ein idealer Biotop.

forscherfrosch

Während der Sommermonate verlagern die jungen Frösche ihren Lebensmittelpunkt mehr und mehr in sonnenbeschienene Gehölze in Hecken und Waldrändern. Besonders Brombeergebüsche haben für sie eine hohe Attraktivität, da sie nicht nur Insektennahrung, sondern mit ihrem Rankennetz auch einen bereits auf leichte Bewegungen reagierenden Warnmechanismus bei der Annäherung von Feinden bieten. Besonders beim Sonnenbad kann man sie hier gut beobachten. Durch die verschließbaren Schleimdrüsen sind sie dabei gut für das stundenlange Sonnenbad gewappnet. Bis zum Winter müssen sich die Frösche in diesem Lebensraum möglichst große Fettreserven anfressen, damit sie den Winter in ihren Verstecken (z.B. Erdlöcher, Baumhöhlen, Laubhaufen) überleben können.

Melden Sie sich bei uns; wir veranstalten im Mai und Juni regelmäßig Laubfrosch-Exkursionen zu den hessischen Laubfröschen.

Mit NABU und NAJU können Schulen, Kindergärten, Jugendgruppen, Familien und Vereine den Laubfrosch und seinen Lebensraum erkunden und erfoschen. Rund um den „Froschteich“ gibt es viele Tiere und Pflanzen zu entdecken!

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