Hessen.NABU.de Projekte Fledermausfreundliches Haus
Nationalpark schützt Kobolde der Nacht
Nationalpark schützt Kobolde der Nacht
Nationalparkamt ist ein „Fledermausfreundliches Haus“
Fledermausfreundliches Nationalparkamt: Carsten Wilke (Umweltministerium), Manfred Bauer (Nationalparkleiter), Hartmut Mai (NABU Hessen) und Wolfgang Lübcke (NABU Edertal), v.l.n.r
Das Nationalparkamt ist jetzt offiziell ein „Fledermausfreundliches Haus“. Carsten Wilke, Abteilungsleiter für Naturschutz im Hessischen Umweltministerium, und NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai übergaben heute Urkunde und Plakette an den Nationalparkleiter Manfred Bauer. Bei der Renovierung des Nationalparkamtes wurde ein neues Spaltenquartier für Fledermäuse am Dachrand des Gebäudes eingerichtet.
Am Amtsgebäude findet die Breitflügel-Fledermaus neue Quartiere
Die neuen Sommerschlafplätze für Arten wie Zwerg- und Breitflügel-Fledermaus ersetzen vorherige Unterkünfte unter dem Flachdach des Hauses, die im Zuge von Umbauarbeiten und Maßnahmen zur Wärmedämmung geschlossen werden mussten. Der Fledermausschutz spielt im Nationalpark eine große Rolle. Bisher wurden 17 Fledermausarten nachgewiesen, beispielsweise das Braune Langohr oder das Große Mausohr, die beide in Spalten und Höhlen alter Bäume wohnen und nachts im Wald auf Insektenfang gehen.
In den letzten vier Jahren wurden in Hessen schon über 650 fledermausfreundliche Häuser, Kirchen, Burgen und öffentliche Gebäude ausgezeichnet. Ziel des NABU ist es, in den nächsten Jahren 1000 fledermausfreundliche Häuser zu prämieren. Auch nach der Auszeichnung steht der NABU Hessen den Hauseigentümern in Sachen Fledermausschutz mit Rat und Tat zur Seite.
Forschungsbericht zu Fledermäusen im Nationalpark
Fledermausfreundliche Schule
NABU und Umweltministerin zeichnen Fledermausschützer aus
Umweltministerin Lucia Puttrich (links) und NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai (zweiter von rechts) zeichnen die Erich Kästner-Schule als Fledermausfreundliches Haus aus.
Die Erich-Kästner-Grundschule in Hanau ist ein „Fledermausfreundliches Haus“. Am 16 Oktober 2011 übergaben Umweltministerin Lucia Puttrich und NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai die Urkunde an die Schüler und Lehrer. Mehr als die Hälfte der hessischen Fledermausarten ist auf einen Unterschlupf an Gebäuden angewiesen. Sie besiedeln unterschiedliche Hohlräume und Spalten an Gebäuden und Dachböden.
Die Schulleiterin und die Klassenlehrerin nehmen die Auszeichnung entgegen
Unter Leitung der Klassenlehrerin Sabine Buschbeck und mit Unterstützung von NABU-Expertin Ulrike Balzer hatten sich die Schülerinnen und Schüler einer 3. Klasse bei einer Führung im Umweltzentrum Hanau über Fledermäuse informiert und anschließend mehrere Fledermauskästen gebaut. Mit Hilfe des Hausmeisters brachten sie die Sommerquartiere am Schulgebäude an.
Auch die Eltern wurden mit einbezogen und konnten sich über den Fledermausschutz informieren sowie Kästen für die Anbringung am eigenen Haus erhalten. Inzwischen befassen sich weitere Schulklassen mit dem Schutz der Flattertiere.
Mit der Aktion „Fledermausfreundliches Haus“ wollen der NABU und das Land Hessen Hauseigentümer motivieren, zum Schutz der heimischen Fledermausbestände beizutragen. Die Eigentümer gewährleisten, dass sie bei allen erforderlichen Erhaltungs-, Sicherungs-, Verschönerungs- und Ausbau-Maßnahmen am und im Gebäude soweit wie möglich auf die Fledertiere Rücksicht nehmen.
Fledermausfreundliche Gemeinde
NABU zeichnet Bürgerhaus in Wettenberg-Wißmar aus
Auszeichnung des Bürgerhauses in Wettenberg-Wißmar, vl.n.r. Prof. Dr. Hans-Richard Wegener (NABU Wettenberg), Thomas Brunner (Bürgermeister Wettenberg), Hartmut Mai (Landesgeschäftsführer NABU Hessen), Oliver Wegener (NABU Wettenberg), Michael Krick (Umweltbeauftragter Wettenberg)
Für seine besonderen Bemühungen zum Schutz von Fledermäusen zeichnete der NABU Hessen das Bürgerhaus von Wettenberg-Wißmar mit der Plakette und Urkunde „Fledermausfreundliches Haus“ aus. Bürgermeister Thomas Brunner nahm die Auszeichnung aus den Händen von NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai entgegen.
Prof. Dr. Hans-Richard Wegener vom NABU Wettenberg hob die umfangreichen Schutzmaßnahmen für Fledermäuse hervor, die im Zuge der Renovierung des Bürgerhauses vorgenommen worden waren.
Am Bürgerhaus Wißmar wurden viele Fledermausquartiere eingerichtet
Am Bürgerhaus Wißmar wurden rund dreißig laufende Meter Fledermaus-Spaltenquartiere an den Aufbauten angebracht. Auf der „Gartenseite“ des Bürgerhauses finden sich zudem sieben jeweils 1,3 Meter breite Kästen, die sowohl von Fledermäusen als auch von Singvögeln genutzt werden können. In den Dachüberstand wurden darüber hinaus Kästen für Fledermäuse, Mauersegler und Haussperlinge eingebaut. Vor allem Zwergfledermäuse nutzen die künstlichen Spalten als Sommerschlafplatz, um unbeschadet die helle Tageszeit zu überstehen.
Das Anbringen von Fledermausquartieren ist auch für Privatpersonen bei Renovierungs-Arbeiten an ihren Häusern problemlos durchführbar.Schon wenige Maßnahmen reichten aus, um den faszinierenden Flugsäugern zu helfen. Da sich die natürlichen Lebensbedingungen – z.B. das Vorhandensein von Baumhöhlen – in den letzten Jahrzehnten drastisch verschlechtert haben, sind die Fledertiere auf Quartiere im menschlichen Umfeld angewiesen.
Fledermausplakette für Jugendburg Hohensolms
NABU und Umweltministerin zeichnen Fledermausschützer aus
Der NABU Hessen und die Umweltministerin überreichen dem Leiter der Jugendburg Urkunde und Plakette, v.r.n.l.: Wolfgang Schuster (Landrat Lahn-Dill-Kreis), Silke Lautenschläger (Umweltministerin), Peter Stenger (Burgleiter Hohensolms), Hartmut Mai (Landesgeschäftsführer NABU Hessen), Armin Frink (Bürgermeister von Hohenahr)
Der NABU Hessen und die hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger zeichneten im August 2010 die Evangelische Jugendburg Hohensolms mit der Plakette und Urkunde „Fledermausfreundliches Haus“ aus. Die Jugendburg ist seit über 15 Jahren im Fledermausschutz aktiv und bietet den seltenen Arten Graues und Braunes Langohr einen Unterschlupf im Sommer und Winter. Damit leistet die Freizeitstätte einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der faszinierenden Flugsäuger.
Umweltministerin Silke Lautenschläger bringt die Fledermaus-Plakette an einem Burgpfosten an
Mit der Auszeichnung wurde das langjährige Engagement der Jugendburg Hohensolms im Fledermausschutz gewürdigt. Das Besondere an den Fledermausquartieren der Jugendburg ist, dass sie sowohl für den Sommer als auch für den Winter geeignet sind. Winterquartiere müssen hohen Anforderungen genügen und eine konstant niedrige Temperatur bei hoher Luftfeuchte aufweisen, damit die Fledermäuse nicht aus ihrem Winterschlaf aufwachen. Die Jugendburg stellt Winterquartiere im Turm und in mehreren Kellern zur Verfügung. Besonders interessant ist, dass die Burg eine Wochenstube des Grauen Langohrs auf dem Dachboden des Hauptgebäudes beherbergt. Wochenstuben dienen während der Sommermonate zur Aufzucht der Jungen. Langohr-Fledermäuse können aufgrund ihrer bis zu vier Zentimeter langen Ohren kaum verwechselt werden. Die Ohren sind fast genauso lang wie der Körper.
Das erste fledermausfreundliche Haus Hessens
Auftaktveranstaltung am 20. April 2006 in Frankenberg
Ein daumennagelgroßer Winzling auf Wohnungssuche: die Zwergfledermaus
Endlich war es soweit: Am Donnerstag, dem 20. April 2006, wurde das erste hessische Haus ausgezeichnet - Umweltminister Wilhelm Dietzel und NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai übergaben feierlich die erste Urkunde und die erste Plakette.
An wen? Hier können Sie das Haus und seine Bewohner kennenlernen:
zum ersten fledermausfreundlichen Haus Hessens
Aktion Fledermausfreundliches Haus
NABU und Land Hessen starten Kooperationsprojekt
Zweifarb-Fledermaus
Fledermäuse sind wie kaum eine andere Tiergruppe in ihrer Wohn- und Lebensweise vom Menschen abhängig. Mehr als die Hälfte der hessischen Fledermausarten ist auf überlebenswichtigen Unterschlupf an Gebäuden angewiesen. Sie besiedeln vorzugsweise Dachböden und unterschiedliche Hohlräume - ohne die Bausubstanz zu schädigen.
Breitflügelfledermaus an Gebäude
Das Zusammenleben unter einem Dach ist jedoch durch Veränderungen an der Hausfassade oder Dachstühlen gefährdet. Im Zuge von Sanierungen, Abrissvorhaben oder durch Verschließen von Öffnungen verschwinden immer noch - wissentlich oder aus Versehen - Versteckmöglichkeiten oder Fledermausquartiere.
Fledermäuse brauchen Freunde
Wasserfledermäuse
Der NABU setzt sich dafür ein, neue Fledermaus-Quartiere an Gebäuden einzurichten bzw. bestehende Quartiere zu erhalten. Denn der europaweite Schutz für die heimischen Fledermausarten durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU (FFH-Richtlinie) kann nur Stück für Stück durch viele Einzelbeispiele mit Leben erfüllt werden. Erfreulicherweise wächst die Zahl derjenigen, die Fledermäuse mögen und etwas für die lebhaften Flattermänner im eigenen Wohnumfeld unternehmen möchten. Solch ein Engagement möchten wir unterstützen und belohnen.
Eine Auszeichnung für Freunde der Fledermäuse
Deshalb zeichnen der NABU und das Land Hessen nun Hausbesitzer aus, die Fledermäuse an ihrem Gebäude wohlwollend dulden und damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser bedrohten Tiere leisten. Für Ihre Teilnahme möchten wir Ihnen als Dankeschön ein Zertifikat und unsere Plakette "Fledermausfreundliches Haus" für Ihren Hauseingang überreichen.
Außen am Haus angebracht, zeigt die wetterfeste Edelstahlplakette mit dem Fledermauslogo ihren Besuchern, Freunden und natürlich auch den Nachbarn, was sonst meist unsichtbar bleibt: Ihr besonderes Verantwortungsgefühl für einen bedrohten Teil unserer heimischen Tierwelt. Wir stehen Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Helfen Sie mit, die Wohnungsnot der Flattermänner zu lindern!
Wie Sie mitmachen können
Helfen Sie Fledermäusen - erhalten und schaffen Sie Quartiere!
An alle Fledermausfreunde und solche, die es werden wollen:
Haben Sie bereits Fledermäuse als Untermieter?
Haben Sie Ihr Haus fledermausfreundlich umgestaltet?
Hätten Sie gerne Fledermäuse an/in Ihrem Gebäude?
Gehören Sie zu den Berufsgruppen, die Fledermäusen an und in Gebäuden begegnen?
Können Sie eine dieser Fragen mit Ja beantworten?
Das Große Mausohr und die Zwergfledermaus leben beide gern in unserer Nähe
Dann melden Sie sich bitte bei unserer "Fledermaus-Hotline" unter
06441-67 90 425
bei Petra Gatz,
E-Mail: petra.gatz@nabu-hessen.de
Mit Ihrer Teilnahme an der Aktion leisten Sie einen wichtigen Beitrag für den Fledermausschutz.
Portrait des Großen Mausohrs
Hier gibt es den Bewerbungsbogen
Fragebogen einfach ausdrucken, ausfüllen und zum NABU senden!
Sie leben bereits mit Fledermäusen unter einem Dach und möchten diese auch in Zukunft dulden bzw. fördern? Den ersten Schritt für die Bewerbung um eine Urkunde und eine Plakette "Fledermausfreundliches Haus" für Ihr Gebäude können Sie gleich hier tun: Einfach den Fragebogen ausdrucken, ausfüllen und absenden an
NABU Hessen, Friedenstr. 26, 35578 Wetzlar oder per Fax unter
06441-67904-29. Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung!
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Bewerbungsbogen Fledermausfreundliches Haus
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