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NABU Hessen pflanzt Widerstandseiche
Widerstandseiche in Schwalmstadt
NABU und Netzwerk "Stop A4" setzen Zeichen gegen Fernstraßenbau
Als Zeichen des Widerstands gegen den geplanten Bau der Bundesfernstraße A4 von Olpe nach Hattenbach statteten der NABU Hessen und das Netzwerk „Stop A4“ Mitte März 2010 eine junge Eiche in Schwalmstadt mit einem Protestschild aus. Die Eiche steht auf der geplanten Trasse der Bundesfernstraße, die wertvolle Naturräume in Nordhessen zerschneiden würde. Die Auszeichnung wurde vom Vorsitzenden des NABU Schwalmstadt, Dr. Wulf Rheinwald, vom NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai und von der Sprecherin des Netzwerkes "Stop A4", Dr. Anne Archinal vorgenommen.
NABU Hessen pflanzt Widerstandseichen
Bau der Bundesfernstraße Olpe – Hattenbach ist unsinnig
Pflanzung der ersten NABU-Widerstands- Eiche im September 2009 in Battenberg
Der NABU Hessen spricht sich gegen die wieder aktualisierten Planspiele zum Bau einer neuen Bundesfernstraße von Olpe quer durch Nordhessen nach Hattenbach aus und fordert die Bundesländer Hessen und Nordrhein-Westfalen auf, die Planungen einzustellen. Bisher weitgehend unzerschnittene Großlebensräume wie Rothaargbirge, Burgwald und Kellerwald würden voneinander getrennt.
Mit der Pflanzung von Widerstandseichen setzt der NABU Hessen ein deutliches Zeichen gegen das Natur und Heimat zerstörende Großprojekt. Jede Widerstandseiche wird mit einem NABU-Widerstandsschild ausgestattet, das die Ablehnung des unsinnigen Straßenbauvorhabens öffentlich dokumentiert. Die erste NABU-Pflanzung fand im Herbst 2009 auf der geplanten Nordtrasse im Landkreis Waldeck-Frankenberg statt.
Der NABU-Kreisvorsitzende Heinz-Günther Schneider mit NABU-Schild
Durch den Bau der Bundesfernstraße würde die Region viel verlieren, die Lebensqualität ganzer Landstriche geriete in Gefahr. Eine intakte Landschaft mit Raum für Erholung und Naturerleben bildet das zukunftsfähige Kapital der Region. Nordhessen braucht keine weiteren Straßen, sondern schnellere Datenwege in der Region. Mit neuen schnellen Internetverbindungen könnte die Region viel eher den weltweiten Anschluss halten. Im raschen Ausbau der Breitbandverkabelung sieht der NABU einen viel bedeutenderen Investitionsbedarf. Im Rahmen des Wiederstands gegen die Bundesfernstraße arbeitet der NABU Hessen intensiv mit den regionalen Bürgerinitiativen zusammen. Mit der Sprecherin des Netzwerkes gegen die A4, Dr. Anne Archinal, wurde eine entsprechende Übereinkunft getroffen. Im Sommer 2009 ist der NABU Hessen dem Netzwerk gegen die A4 beigetreten. Das Netzwerk unter der Leitung von Dr. Anne Archinal umfasst mittlerweile 50 Vereine, Initiativen und Organisationen aus der nordhessischen Region.
Widerstand wächst: Das offizielle Logo des Netzwerks gegen den Bau der Bundesfernstraße A4
Der NABU Hessen hat durch das Fachbüro RegioConsult aus Marburg eine Bewertung der bisherigen Baupläne für die Bundesfernstraße vorgenommen. Aus naturschutzfachlicher Sicht sind Untersuchungsraum und Untersuchungsmethoden räumlich und auch zeitlich bei weitem nicht ausreichend. Zudem gibt es bei dem bis zu 2,8 Milliarden Euro teuren Großprojekt auch im Hinblick auf die künftig zu erwartenden Verkehrsmengen keine Rechtfertigung für einen gigantischen Landschaftsverbrauch. Im Mittelpunkt der Widerstandseichen-Aktion stehen für den NABU Hessen die fachliche Begleitung der Planung, die Information der betroffenen Bürger und das Gespräch mit verantwortlichen Politikern. Das Gutachten des Fachbüros kann hier heruntergeladen werden:
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NABU-Gutachten Bundesfernstraße
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