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Atommüll-Endlagerung per Heimcastor?
Ein Heimcastor für jeden Bürger?
NABU-Aktion zur ungelösten Entsorgung des strahlenden Atommülls
Wohin mit dem hochradioaktiv strahlenden Müll der deutschen Atomkraftwerke? Die DGEAA schlägt den Heimcastor für alle Bürger vor – jedes Haus ein kleines Endlager!
Die deutschen Atommeiler produzieren seit Jahren viele Tonnen an strahlendem Atommüll, für den es bislang keine endgültige Entsorgung gibt. Der radioaktive Abfall wird in Gorleben oder an den Kernkraftwerken notdürftig "zwischengelagert". Mit der Laufzeitverlängerung für deutsche Atommeiler erhöht sich die Menge des hochradioaktiven Atommülls um jährlich 370 Tonnen. In Biblis fallen jährlich knapp 60 Tonnen an. Mit der Aktion "Ein Heimcastor für jeden Bürger?" will der NABU Hessen auf die ungelöste und kaum lösbare Frage der Endlagerung des Atommülls aufmerksam machen und zur sofortigen Energiewende aufrufen.
Der Heimcastor wird in einer schmucken Verpackung ausgeliefert
Im Mittelpunkt der Aktion steht ein Aufruf der fiktiven "Deutschen Gesellschaft für Endlagerung von Atomarem Abfall" (DGEAA) an die Bürger Hessens, mit der Einlagerung eines "Heim-Castors" in der eigenen Wohnung zur Lösung des Entsorgungs-Problems beizutragen. In der E-Mail wird den Bürgern mitgeteilt, dass der Heimcastor in den nächsten Tagen mit der Post zugestellt wird. Auf einem Beipackzettel finden sich Hinweise zum sachgemäßen Umgang mit dem Atommüll: "Diesem Schreiben liegt Ihr persönlicher Pro-Kopf-Anteil von 4,5 g zur privaten Einlagerung bei. Er befindet sich in einem strahlungssicheren Heim-Castor-Behälter. Für Sie besteht kein Risiko, solange Sie die beigefügten Einlagerungshinweise genau befolgen. Handeln Sie verantwortungsvoll: Die Zukunft Deutschlands liegt nun auch in Ihren Händen!" Bei auftretenden Fragen, Zwischenfällen oder Beschwerden kann man sich an die Webseite der DGEAA wenden.
Das Castor-Merkblatt gibt Hinweise zur sachgemäßen Atommüll-Einlagerung
Beim Anklicken der DGEAA-Homepage "explodiert" die Seite und löst sich ins atomare Gelb auf. Dann erscheint auf dem Bildschirm das NABU-Logo und der Aufruf, dem hessischen Ministerpräsidenten eine Protestmail zur sofortigen endgültigen Stillegung des Uraltmeilers Biblis zu schicken.
Neben der unkalkulierbaren Gefährlichkeit des Betriebs von Kernkraftwerken ist die ungelöste Endlagerfrage des hoch radioaktiv strahlenden Atommülls ein weiterer wichtiger Grund, die Nutzung der Atomkraft zu beenden. Es gibt weltweit noch kein einziges genehmigtes Endlager für solche Abfälle. Die Sicherungsanforderungen sind so hoch, dass sie menschliches Maß übersteigen und nicht auf Dauer gewährleistet werden können. So muss der Einschluss von radioaktivem Material für mindestens 1000 Jahre gesichert werden können – ein Zeitraum, den keiner überblicken kann. Das "Versuchsendlager" Asse in Niedersachsen ist noch nicht einmal 30 Jahre dicht geblieben. Seine Sanierung kostet nun Milliarden. Deshalb darf nicht noch mehr Atommüll produziert werden.
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Merkblatt zum Heim-Castor mit Sicherheitshinweisen
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