Hessen.NABU.de Themen Artenschutz Artenvielfalt

Laubfrosch und Kammmolch in Gefahr

Laubfrosch, Eisvogel und Kammmolch in Gefahr

NABU-Versammlung fordert besseren Schutz der biologischen Vielfalt

NABU-Versammlung 2010

NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler (links) und Landesgeschäftsführer Hartmut Mai (rechts) fordern Umweltministerin Lucia Puttrich auf, mehr für den Schutz der biologischen Vielfalt zu tun.


Der Schutz der biologischen Vielfalt stand im Mittelpunkt der Landesvertreter-Versammlung des NABU Hessen im Oktober 2010 in Wetzlar. Der NABU-Landesvorsitzende Gerhard Eppler forderte die hessische Landesregierung auf, mehr für den Schutz von Tieren und Pflanzen zu tun. Der Artenschwund konnte auch in Hessen bislang nicht gestoppt werden. Im Rahmen der Veranstaltung stellte die neue hessische Umweltministerin Lucia Puttrich die umweltpolitischen Ziele der Landesregierung vor.

Laubfrosch

Erfolgreiches Kooperationsprojekt: Der Laubfrosch – Ein König sucht sein Reich

Knapp hundert Delegierte waren in Wetzlar zusammen gekommen, um über Maßnahmen zum besseren Schutz der heimischen Artenvielfalt zu beraten. Naturschutzprojekte wie das ‚Fledermausfreundliche Haus’ und ‚Der Laubfrosch – Ein König sucht sein Reich’ zeigen, dass im Artenschutz einiges bewegt werden kann, wenn ehrenamtlicher und staatlicher Naturschutz Hand in Hand zusammenarbeiten. Konflikte entstehen vor allem dort, wo Bauprojekte mit der Brechstange durchgesetzt werden sollen und Naturschutzaspekte schon in der Planung zu wenig Berücksichtigung finden. Ein negatives Beispiel ist der geplanten Bau der B87n, die von Fulda nach Meiningen quer durch das Biosphärenreservat Rhön führen soll. Mit der unnötigen Straße wird ein wertvoller Naturraum zerstört, der beste Bedingungen für einen nachhaltigen Tourismus bietet.

Naturtourismus statt Massenbetrieb in Beberbeck

Beberbeck

Im nordhessischen Beberbeck soll ein gigantisches Ferienresort gebaut werden

Auch der geplante Weiterbau der A49 zeigt, dass die Belange von Mensch und Natur zu wenig beachtet werden. Die vom NABU erarbeitete Alternativtrasse von Stadtallendorf über Marburg zur A5 ist von der Straßenbauverwaltung bis heute nicht ernsthaft geprüft worden. Ein besonders erschreckendes Beispiel für die geplante Zerstörung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen ist das Megaprojekt „Ferienresort Beberbeck“ in Nordhessen. Die NABU-Delegierten forderten in einer Resolution, das unsinnige Großprojekt zu stoppen und stattdessen mit der Einrichtung eines Naturparks den sanften Tourismus zu fördern. Die Landesregierung hat es als Eigentümerin der Flächen in der Hand, in Beberbeck ein Modellprojekt für nachhaltige Regionalentwicklung zu initiieren.

Resolution des NABU Hessen zum Ferienresort Beberbck

mehr NABU-Projekt "Der Laubfrosch – Ein König sucht sein Reich"

mehr NABU-Aktion "Fledermausfreundlichen Haus"

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