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Erfolgreiches Jahr für Meister Adebar
Erfolgreiches Jahr für Meister Adebar
Immer mehr Weißstörche brüten in Hessen
Der Weißstorch ist eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. Vor 20 Jahren gab es fast keine Störche mehr in Hessen, jetzt brüten wieder 229 Paare zwischen Rhein und Fulda.
Für die Weißstörche war 2011 ein erfolgreiches Jahr in Hessen. Mit 229 Brutpaaren zogen in diesem Jahr 34 Storchfamilien mehr als im letzten Jahr ihre Jungen groß. Damit ist der Weißstorch nach wie vor eine große Erfolgsgeschichte im Naturschutz. Noch vor 20 Jahren war Meister Adebar fast ganz aus Hessen verschwunden. Mit Schutzprojekten wie dem Aufstellen von Storchenmasten und der Sicherung von Feuchtwiesen als Lebensraum konnte der Bestand enorm gesteigert werden. Seitdem brüten jedes Jahr wieder mehr und mehr Weißstörche in Hessen.
Beringter Weißstorch beim Nestbau auf einem Storchenmast
Erfreulich ist die große Zahl an Jungtieren. Das trockene Frühjahr hat einerseits zwar das Nahrungsangebot verringert, andererseits aber auch zu weniger Verlusten bei Jungstörchen durch eine feucht-kühle Witterung geführt. Mit 456 Jungtieren haben die Storchfamilien ein sehr gutes Fortpflanzungs-Ergebnis erzielt. Allerdings mussten 47 der 229 Brutpaare ohne Nachwuchs auskommen.
Hauptschwerpunkt der Verbreitung in Hessen sind der Landkreis Groß-Gerau mit 97 und die Wetterau mit 30 Brutpaaren. Größere Bestände gibt es auch in Wiesbaden mit 22 und im Main-Kinzig-Kreis mit 18 Pärchen. Aber auch in Nordhessen fühlen sich die Klapperstörche seit Jahren wohl, das nördlichste Storchennest befindet sich in Reinhardshagen. Die genauen Zahlen über den Bestand hessischer Weißstörche verdanken sich dem Einsatz von Storchenfreunden und Storchen-Beringern aus mehreren Naturschutzverbänden unter der Leitung von Klaus Hillerich.
NABU unterstützt das Aufstellen von Storchenmasten
Im Kreis Groß-Gerau gibt es die meisten Störche
In den Wiesenauen und Dörfern Nord- und Mittelhessesn gibt es noch viele geeignete Lebensräume für weitere Weißstörche. Deshalb unterstützt NABU Hessen Storchfreunde gerne beim Aufstellen von neuen Storchenmasten. Nach dem Errichten der Nisthilfen braucht man allerdings etwas Geduld, bis die ersten Glücksbringer kommen. So haben zwar schon einige Störche den vor zwei Jahren in Runkel an der Lahn aufgestellten Mast inspiziert, aber bislang noch nicht für eine Brut genutzt.
Die Auswahl des richtigen Platzes spielt eine große Rolle beim Storchenschutz. Für Weißstörche ist ein ausreichendes Nahrungsangebot wichtiger als ein ruhiger Ort zum Brüten. In Riedstadt hat ein Weißstorch-Pärchen sogar einen Mast auf dem Pausenhof einer Schule in Beschlag genommen. Die Störche hätten sich von den fast tausend Kindern nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Grünlandumbruch gefährdet den Lebenraum von Störchen
Ehrenamtlicher Storchenberinger im Hessischen Ried bei der Arbeit
Für die Zukunft des Weißstorchs in Hessen ist vor allem der Erhalt von Feuchtgrünland von entscheidender Bedeutung. Störche brauchen möglichst viele nasse Wiesen in Horstnähe, um genug Futter für ihre Jungen finden zu können. Der Lebensraumverlust steigt in Hessen immer noch rasant an. Vor allem der Umbruch von Grünland zu Maisäckern für die Energieerzeugung von Biogas ist eine große Gefahr für die weitere Entwicklung der Bestände.
Mit dem Verlust von Feuchtgrünland verschwindet nicht nur der Lebensraum des Weißstorches, sondern auch der vieler anderer Tier- und Pflanzenarten. Der Storchenschutz ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt auf unseren Wiesen.
Mehr Informationen über Weißstörche
Weißstorch-Beobachtungen bei NABU-Naturgucker melden
Hilfe für den Weißstorch in Hessen
Der Wappenvogel des NABU ist wieder heimisch geworden
Der Weißstorch ist der Wappenvogel des NABU. Überall in Hessen setzen sich NABU-Aktive für den Schutz des klappernden Glücksbringers ein.
Jeder kennt ihn, alle mögen ihn keiner will ihm etwas zuleide tun. Keinen anderen Vogel haben die Menschen so in ihr Herz geschlossen wie den Weißstorch. Aber die Aussichten für Meister Adebar sind nicht besonders rosig. Zwar steigen die Bestandszahlen in Hessen seit einigen Jahren wieder an, doch der Lebensraum für den NABU-Wappenvogel wird ständig weiter zerstört.
Die LAG Weißstorch setzt sich für den Schutz von meister Adebar in Hessen ein
Nur wo Grünland noch feucht ist, wo man noch Teiche und Weiher findet, wo noch periodische Überschwemmungen möglich sind und staunasse Bereiche das ganze Jahr über existieren und wo solche Flächen nur extensiv bewirtschaftet werden, hat der Glücksvogel langfristig eine Chance. Nur dort leben die Nahrungstiere des Weißstorches in großer Vielfalt und nur dort muss er sich keine Ersatzfutterquellen wie Mülldeponien suchen, die zudem große Gefahren für ihn bergen. Beim NABU setzen setzen sich viele Storchenfreunde für den Schutz von Meister Adebar ein.
Landesarbeitsgruppe Weißstorch
In der Landesarbeitsgruppe (LAG) Weißstorch haben sich Freunde von Meister Adebar aus ganz Hessen zusammengefunden, um ihre Aktivitäten zu koordinieren. Hier werden Erfahrungen und Kenntnisse ausgetauscht und aktuelle Storchendaten zusammengetragen. Sprecher der LAG sind Bernd Petri (Büttelborn), Dr. Rainer Lorenz (Marburg) und Klaus Hillerich (Groß-Umstadt), E-Mail: Weissstorch@NABU-Hessen.de

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