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Die Mehlschwalbe
Gern unter unserm Dach: die Mehlschwalbe
Der Kulturfolger baut seine kunstvollen Nester an die Häuser der Menschen und ist heute auf das Wohlwollen der Hausbesitzer angewiesen
Die Mehlschwalbe ist ein echter Kulturfolger - sie lebt in der Nähe der Menschen, weil sie gern ihre kunstvollen Nester unter die Dächer und in Nischen von Häusern und Schuppen baut. Seit der Antike gilt die Schwalbe als Glücksbringer: Wo die Schwalbe ihr Nest baut, bringt sie den Bewohnern des Hauses Glück und Frieden. Viele Nistplätze gehen heute jedoch durch Gebäudesanierungen verloren. Die Folge: In manchen Regionen von Hessen gibt es die schönen Tiere schon nicht mehr.
Die Mehlschwalbe gehört zur Familie der Schwalben und ist von ihren einheimischen Verwandten - Rauchschwalben und Uferschwalben - durch ihren weißen Bauch leicht zu unterscheiden. Auch am "verlängerten Rücken" knapp oberhalb des Schwanzes hat sie eine leuchtend weiße Stelle im Gefieder, die sich stark von der sonst dunklen Oberseite abhebt.
Wer keine Mücken mag, braucht Schwalben ...
Mit Kunstnestern kann man Mehlschwalben ein Zuhause bieten - auch da. wo es keine Lehmpfützen gibt.
Schwalben sind sehr ortstreue
Weltenbummler und kehren viele Jahre im April wieder in die Gegend ihres Brutplatzes zurück. Sie bessern die noch vorhandenen Nester einer Kolonie aus oder bauen neue, um dann bis September ein- oder zweimal zu brüten. Ihre Hauptnahrung besteht aus im Flug erbeuteten Insekten, nicht zuletzt Stechmücken. Während einer Brut vertilgt eine Schwalbenfamilie mehr als ein Kilogramm Insekten.
Überzeugungsarbeit und Wohnungsbau für Schwalben - der NABU Wettenberg engagiert sich sehr erfolgreich für den Schutz unserer Schwalben
Schwalbenhäuser - aber noch mehr die Duldung an Privathäusern helfen den Schwalben.
Viele NABU-Gruppen in Hessen engagieren sich für den Schutz der Schwalben und werben auch bei modernen Hausbesitzern darum, Schwalben wohlwollend zu dulden. Ganuz besonders hat sich der NABU Wettenberg seit Jahren das Wohl der Schwalben auf die Fahnen geschrieben und viele praktische Maßnahmen durchgeführt.
Denn fast überall läßt sich etwas für Schwalben tun: mnachmal reicht das Anlegen einer Lehmpfütze, wenn die Tiere in vollasphaltierter Umgebung keine Feuchtstellen mit Nistmaterial mehr finden.
Andernorts ist die Anbringung künstlicher Nester das Mittel der Wahl, um Schwalben ein Zuhause anzubieten. Wohnungsbau en gros schließlich läßt sich mit dem Aufstellen sog. Schwalbenhäuser betreiben. Hier kann an einem gut geeigneten Standort mit etwas Glück eine ganze kleine Kolonie leben!
Mehr Infos zum Schwalbenschutz beim NABU Wettenberg...
Hessenschau-Beitrag vom 24 Mai 2007 zum Schwalbenschutz
Infos zur NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel"
Mehr zur Mehlschwalbe
Mehlig weiße Unterseite und Bürzel
Ihr Markenzeichen ist der leuchtend weiße Bürzel, der sich von der sonst dunklen Oberseite abhebt. Auch bäuchlings ist die Mehlschwalbe mit Ausnahme der Schwanzfedern rein weiß gezeichnet. Ihr tief gekerbter Schwanz besitzt im Gegensatz zur Rauchschwalbe keine langen "Spieße".
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Lehmpfützen und Kunstnester für die Frühlingsboten
In den Dörfern und Städten siedeln sowohl Rauch- wie auch Mehlschwalben. Früher fanden sie leicht geeignete Brutmöglichkeiten in Tierställen und verwinkelten Bauernhäusern. Diese sind jedoch leider weitgehend verloren gegangen oder wurden umgenutzt.
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Friedliche Koexistenz
Kaum ein Vogel vereint so viel menschliche Sympathie auf sich wie die Schwalbe – vordergründig. Früher galten Schwalben als Boten des Glücks, die das Haus vor Feuer und Blitz sowie das Vieh im Stall vor Krankheiten bewahrten.
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