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Baumeister auf dem Siegeszug
Der Biber ist zurück!
Biber-Imageaktion mit Leo Burnett in Frankfurt
Der Biber – bald auch zurück in Frankfurt? NABU-Aktivisten werben am Mainufer für die Akzeptanz des faszinierenden Dammbaumeisters in Hessen
Unter dem Motto „Der Biber ist zurück! – Helfen Sie ihm, damit er bleiben kann!“ warben der NABU Hessen und die Werbeagentur Leo Burnett im Oktober 2009 in Frankfurt für den Schutz des Bibers. Der faszinierende Nager breitet sich seit einigen Jahren entlang der hessischen Flüsse wieder aus.
Angenagte Baumallee mit Biberschützern
Im Rahmen der Werbeaktion für den Biber verkleideten NABU-Aktivisten und Mitarbeiter von Leo Burnett mehrere Alleebäume am Mainufer mit großen Nagespuren-Plakaten. Die "angeknabberten" Bäume dienten als provokanter Blickfang, um die Passanten in Gespräche über die Rückkehr des Bibers nach Hessen zu verwickeln. Angenagte Bleistifte und ausgefressene Aktions-Postkarten rundeten die Imagekampagne für den fleißigen Dammbauer ab. Als große Attraktion stellte sich „Billy, der NABU-Biber“ heraus. Der ausgestopfte Spessartbiber faszinierte viele Passanten, die zum Teil noch nie etwas vom Biber gehört oder gesehen hatten. Seit 1988 breitet sich der Biber vom Spessart aus wieder in Hessen aus. Mit etwas Glück kann man ihn z.B. an der Kinzig, Nidda, Fulda und Gersprenz beobachten.
NABU-Aktivisten und Billy der Biber
Besonders ausländische Besucher zeigten großes Interesse. Manche liefen sofort zum Main und fragten „Where ist the beaver?“ Andere wollten gleich mehrere Postkarten mitnehmen: „Very nice, please can I have some more for my nephew and niece?” Die unkonventionelle Biberkampagne zeigte, dass sich Menschen auch für den Schutz solcher Wildtiere gewinnen lassen, die nicht immer nur „nett und lieb“ sind. Mit Holzfäll- und Dammbauarbeiten gestalten Biber ihre Umwelt nach eigenen Vorstellungen. Dabei können sie Flusslandschaften zum Teil stark verändern. Das Fazit: Für den Biber Billy und seine Freunde sowie den NABU Hessen und Leo Burnett war die Aktion „Der Biber ist zurück!“ ein voller Erfolg.
Hallo Biber, willkommen in Hessen!
Der Biber wird in Hessen wieder heimisch
200 Jahre nach seiner Ausrottung wieder da
Das ist der Leitsatz, der über den NABU-Aktivitäten für Meister Bockert steht. Nach einer erfolgreichen Wiedereinbürgerung im hessischen Spessart im Jahre 1987 fasst der Biber wieder Fuß in Hessen und erobert verlorenes Terrain langsam zurück. Auf Grund der Erfahrungen, die mit ähnlichen Projekten, insbesondere in Bayern gemacht wurden, sieht der NABU seine Hauptaufgabe darin, diese Ausbreitungs-Vorgänge durch vorbereitende Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten.
Ziel ist es, den Biber, seine Lebensweise und seine phantastischen Leistungen in der Auenrenaturierung bekannt zu machen. Gleichzeitig müssen aber auch die zu erwartenden Konflikte frühzeitig aufgezeigt, und vor Ort nach Lösungen gesucht werden.
Denn mit den immensen Veränderungen, die der Biber in den Auen verursacht, macht er sich nicht nur Freunde. Nun sind NABU-Aktive vor Ort unterwegs, organisieren Veranstaltungen und Exkursionen, informieren und werben, damit der große Nager auch in Hessen eine Zukunft hat.
Ein Baumeister auf dem Vormarsch
Neuester Erfolg: Der Biber hat den Sprung zur Fulda geschafft! Mindestens ein Tier, vermutlich zwei Tiere haben sich bei Fulda angesiedelt. Nun wir es spannend, wie lange es dauert, bis sich eine Familie zusammenfindet, und Junge geboren werden. Dann kann es über die lange Nord-Süd-Achse der Fulda mit der flächenhaften Wiederbesiedlung Hessens losgehen!
Die Fotos für diese Darstellung wurden freundlicherweise von Gerhard Schwab und Manfred Delpho zur Verfügung gestellt.
Zur Biberschutz-Homepage des NABU Gut Sunder
Noch mehr über den Biber erfahren Sie auf der Homepage des Wildbiologen Gerhard Schwab - der "Biberburg" . Hier finden Sie auch viele eindrucksvolle Biber-Fotos und sehenswerte historische Darstellungen.
Zur "Biberburg" - der Homepage des Wildbiologen Gerhard Schwab

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