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Insekten
"Blauhelme" in großer Gefahr
Die Helm-Azurjungfer findet kaum noch naturnahe Wiesengräben

Für manche Menschen wirken Libellen bedrohlich. Ihre Größe, aber auch die Furchtlosigkeit der Libellenmännchen bei der Partnersuche führte zu Bezeichnungen wie "Teufelsnadel" oder "Augenstecher". Doch Libellen stechen nicht und sind völlig harmlos. Eine kleine, sehr seltene Libellenart ist die Helm-Azurjungfer. Eine markante Zeichnung am zweiten Körpersegment – der Merkur-Helm – ist namensgebend für die kleine blaue Schlanklibelle.
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Verkannte Schwerstarbeiter im Kompost
Nashornkäfer leben oft in Gärten

Man findet sie in Komposthaufen, an Mulchplätzen und in alten Baumstümpfen: Nashornkäfer und ihre Engerlinge. Im Frühling schlüpfen die großen Käfer mit dem markanten "Nasenhorn" aus und krabbeln ans Tageslicht. Die faszinierenden, bis zu 4 cm großen Tiere sind völlig harmlos. Sie leben nur kurze Zeit, nehmen kaum Nahrung zu sich und bereiten sich schnell auf die Käferhochzeit vor. Ihre Larven leben bis zu fünf Jahre im warmen Kompost.
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Die Moosjungfer steht aufs Moor
Moorzerstörung und Klimawandel gefährden seltene Libelle

Obwohl die Große Moosjungfer auch früher in Hessen nie richtig häufig war, fand sie doch immer irgendwo Biotope, die ihr zusagten. Sie besiedelt Moor-Randbereiche, Torfstiche, saure Weiher und Anmoore. Doch der Lebensraum der Spezialistin – das "Moos" oder Moor – verschwindet zusehends. Und nicht nur der direkte Lebensraumverlust macht der Libelle zu schaffen. Sie könnte auch eines der ersten hessischen Opfer des Klimawandels werden.
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Ein Stubenhocker in Uralt-Bäumen
Der Große Heldbock: Vom Angstgegner zum Schutzobjekt

Ehemals galt der Heldbock als übler Forstschädling und wurde von der Forstwirtschaft mit allen Mitteln bekämpft. Inzwischen weiß man, dass Cerambyx cerdo eher Symptom als Ursache von Forstschäden und Baumsterben ist. Mit 30 bis 56 mm Länge ist der Heldbock der zweitgrößte heimische Bockkäfer. Die überwiegend dämmerungs- und nachtaktiven Krabbler verkriechen sich tagsüber in den Frassgängen, die von den Larven angelegt wurden.
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Wespenspinne auf Beutefang
Mit dem Klimawandel breitet sich der kleine "Wiesentiger" in Hessen aus

Noch vor 30 Jahren war die wärmeliebende Wespenspinne in Hessen selten und tauchte nur entlang des Rheins auf. Heute ist sie in ganz Hessen zu finden. Durch seinen schwarz-gelb gestreiften Hinterleib ist der kleine "Wiesentiger" kaum mit anderen Spinnen zu verwechseln. Zu seiner Lieblingsspeise gehören Heuschrecken, Wespen und Bienen, die er mit einem kunstvollen Radnetz einfängt. Aber auch andere Insekten verschmäht die auffällige Spinne nicht.
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