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Die Sympathiekampagne für Artenvielfalt
Die Sympathiekampagne für Artenvielfalt
"FFH-Arten" - was ist das? Der NABU stellt Tier- und Pflanzenarten vor, für die Hessen besondere Verantwortung trägt
Der Moorfrosch - zur Brautschau in Himmelblau
Der NABU Hessen startet eine Sympathiekampagne für Artenvielfalt am Beispiel von 25 bedrohten FFH-Arten (Arten, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU geschützt sind). Ab Februar 2004 stellt der NABU über den Verlauf eines ganzen Jahres die wichtigsten Tier- oder Pflanzenarten des hessischen Naturerbes in "Steckbriefen" vor.
Weltweit schreitet das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten mit zunehmender Geschwindigkeit voran. Um das Artensterben zumindest in der Europäischen Union zu stoppen, wurde mit der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie ein wichtiges Instrument zum Schutz der Artenvielfalt in Europa geschaffen. Trotz erheblicher Verzögerung in den einzelnen Mitgliedstaaten der EU beginnt die FFH-Richtlinie langsam zu greifen. Sie legt (in den Anhängen II und IV) diejenigen Tier- und Pflanzenarten fest, deren Schutz künftig von herausragender Bedeutung ist. Deutschlandweit zählen rund 100 Tier- und Pflanzenarten dazu. Alle EU-Staaten haben sich verpflichtet, die Bestände dieser Arten künftig dauerhaft in "günstigen Erhaltungszuständen" zu bewahren.
In Hessen sind über 40 dieser bedrohten Arten beheimatet. Dazu gehören allgemein bekannte Arten wie Laubfrosch oder Frauenschuh, aber auch unbekannte und selbst für Experten exotisch anmutende Arten wie das Kugelhornmoos oder der Schlammpeitzger. Wieder andere Arten sind weiter verbreitet als bisher vermutet, leben aber wie die Wildkatze sehr versteckt. Auch extrem seltene Spezies wie die heimische Europäische Sumpfschildkröte, die über Hessen verteilt nur noch wenige Restexemplare zählt, gehören dazu.
Für viele dieser Arten trägt Hessen sogar eine besondere Verantwortung, weil sie in unserem Bundesland einen europäischen Verbreitungsschwerpunkt haben oder nur noch hier letzte Reliktvorkommen beheimatet sind.
Ziel der Kampagne: "vergessene" Arten wieder ins Bewußtsein rücken und um Unterstützung für ihre Erhaltung werben
Feldhamster am Bau
Der NABU Hessen verbindet mit dieser Kampagne den Wunsch, Naturschutz-Hintergründe für Bürgerinnen und Bürger transparenter machen, "vergessene" Arten wieder als Teil des hessischen Naturerbes ins Bewußtsein rücken und um Unterstützung für ihre Erhaltung werben.
Neben allgemein Wissenswertem über die jeweilige Tier- oder Pflanzenart (Historisches, Mythologie bis hin zu mittelalterlichen Kochrezepten) werden interessante Informationen zur Biologie und Ökologie zusammengefasst, zur allgemeinen Verbreitung der Art und zur aktuellen Bestandssituation in Hessen. Die wichtigsten Gefährdungsfaktoren und -ursachen werden ebenso kurz erläutert wie die erforderlichen Schutzmaßnahmen.
Der NABU schildert konkrete Beispiele für Schutzprogramme und Flächenkaufprojekte und zeigt Möglichkeiten auf, wie Naturfreunde zum Schutz der vorgestellten Art beitragen können.
Rahmenbedingungen der Kampagne
Meerneunauge
Vorstellung einer Art alle 2 Wochen in einem "Steckbrief"
Bereitstellung von Fotos / Fotodateien nach Möglichkeit
Hintergrundgespräche mit Experten / Koordinatoren von Schutzprogrammen
zu einigen Arten Aktionen und Exkursionen in Lebensräume und Schutzgebiete vor Ort
Der NABU vermittelt auch Ansprechpartner in den hessischen Regionen, die über die Bestandssituation der Arten vor Ort und noch mehr Wissenswertes berichten können
Rückfragen zur Sympathiekampagne: Sibylle Winkel 06441-6790417 oder mobil 0179 2644 134
Bisher vorgestellte Arten ...

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